Aktuelles


NEU ! Jeden Dienstag von 14.00-17.00 Uhr: Ernährungssprechstunde bei Dipl. Ökotrophologin und Adipositastrainerin Jennifer Nüssel

Beratungsschwerpunkte:

  • Essverhaltensstörungen (eingeschränkte Nahrungsmittelauswahl, Ess- und Trinkverweigerung, Kauverweigerung, ungenügende Gewichtszunahme etc.)
  • Ernährungfragen im Säuglings-und Babyalter allgemein
  • Kleinkindernährung zuhause und in der KITA
  • Spezielle Ernährungstherapie bei Zöliakie, Mucoviscidose und anderen erblichen Stoffwechselerkrankungen
  • Nahrungsmittelintoleranzen, Laktose- und Fruktoseintoleranz
  • Übergewicht, Adipositas und Fehlernährung
  • computergestützte Ernährungsanalyse für Mikronährstoffe, Vitamine und Spurenelemente
  • Bioimpedanzanalyse

…in enger Kooperation mit einer fundierten ernährungsmedizinischen Abklärung durch Dr. W. Landendörfer

In individuellen Einzelgesprächen berät Sie Frau Nüssel und betreut Sie auch darüber hinaus auch gern telefonisch. Kosten entstehen im Rahmen der Erstberatung für Kassenpatienten nicht.

Termine vereinbaren Sie bitte direkt über das Praxisteam (Tel:0911-541626).


AKTUELL: Patientenbefragungsstudie 2011

Ausführliche Gespräche zwischen Arzt und Patient, umfangreiche Aufklärung zu Diagnose und Therapie, Einfühlungsvermögen des Arztes und freundliches, kompetentes Praxispersonal: Das sind Aspekte, die in Kinder- und Jugendarztpraxen besonders wichtig sind – so das Ergebnis einer Studie, die vom Institut für Interdisziplinäres Dienstleistungsmanagement (IDM) der Universität Bayreuth im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und des Landesverbands Bayern des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) durchgeführt wurde. Bayerns Kinder- und Jugendärzte erhielten in all diesen Kategorien von ihren Patienten und deren Eltern Bestnoten. Wir freuen uns über die sehr gute Bewertung durch unsere Patienten. In nahezu allen Befragungspunkten schneidet unsere Praxis noch ein wenig besser ab, als die ohnehin schon sehr gut beurteilten Kinderarztpraxen in Bayern. Wir nehmen dieses Lob einerseits gerne an, andererseits wird es Motivation und Ansporn sein unsere Servicequalität auch in Zukunft noch weiter zu verbessern. Im Folgenden sind mehr als 90 praxisbezogene Einzelergebnisse der Studie für Sie zusammengestellt.

Download: Patientenbefragung 2011


AKTUELL: Berlin, 12. Juli 2011: Wenn die Sonne fehlt: Vitamin D - neue Fachempfehlung für alle Kinder und Jugendlichen

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) weitet ihre Empfehlung für die Gabe von Vitamin D aus: Nicht nur Babys, sondern alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland sollten bei unzureichender Sonneneinstrahlung täglich zusätzliches Vitamin D3 erhalten, raten die Wissenschaftler.

Die ausführliche Stellungnahme der Fachgesellschaft zur „Vitamin D-Versorgung im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter“ ist Ergebnis einer detaillierten und kritischen Auseinandersetzung mit zahlreichen nationalen und internationalen Publikationen, die Kindern aller Altersstufen eine suboptimale Vitamin D-Aufnahme bzw. einen unzureichenden Vitamin D-Status bescheinigen. Die aktuelle Datenlage für Deutschland belegt bei Jungen im Alter von 14 – 17 Jahren und bei Mädchen im Alter von 11 – 13 Jahren den größten Vitamin D-Mangel, aber auch die übrigen Altersgruppen weisen hier deutliche Defizite auf. Zudem sind deutliche saisonale Unterschiede zu beobachten, vom Tiefststand im Februar bis zum höchsten Wert im August. Die Ernährungsexperten orientieren sich an einem Referenzwert von 600 IE (= Internationalen Einheiten) Vitamin D, die Kinder und Jugendliche täglich aufnehmen sollten, und stimmen darin mit vielen internationalen Fachgesellschaften und Institutionen wie z.B. dem US-amerikanischen Institute of Medicine (IOM) überein.

Prof. Dr. Martin Wabitsch konkretisiert die Empfehlung der Fachgesellschaft DGKJ: „Nach wie vor ist die Eigensynthese in der Haut die wichtigste Quelle für Vitamin D, angeregt durch ausreichend UVB-Strahlung. Ausreichend heißt : sich in den Monaten April bis September 2 Mal pro Woche, je nach Hauttyp zwischen 5 und 30 Minuten, in der Zeit zwischen 10 und 15 Uhr mit unbedecktem Kopf, freien Armen und Beinen unter freiem Himmel zu bewegen.“

Dass bei dieser Faustregel ein Sonnenbrand unbedingt vermieden werden sollte, ist selbstverständlich. Was aber, wenn der Impuls der Sonne fehlt – etwa wegen der geographischen Lage oder aber weil sich die Art der Freizeitgestaltung geändert hat und insgesamt weniger Zeit draußen verbracht wird?

Hormonexperte Martin Wabitsch: „Bei zu wenig Aufenthalt im Freien ist die Bereitstellung von 600 IE Vitamin D kaum zu erreichen. Daran könnte auch der vermehrte Verzehr von guten Lieferanten wie fettem Fisch und Leber nur wenig verbessern. In diesen Fällen empfehlen wir die zusätzliche tägliche Einnahme von 400 IE Vitamin D über Tabletten.“

Der Leiter der DGKJ-Ernährungskommission, Prof. Dr. Berthold Koletzko, zur Bedeutung des Hormons: „Eine gute Vitamin D-Versorgung im Kindes- und Jugendalter hat eine starke positive Wirkung auf die in diesem Alter stark zunehmende Knochenmineralisierung und damit auf die im Erwachsenenalter erzielte Knochengesundheit. Ein optimaler Vitamin D-Status im Kindesalter dient damit der Risikominderung für spätere Knochenbrüche auch im Alter.“

Bedenken wegen einer Überversorgung mit Vitamin D haben die Experten übrigens nicht, denn selbst bei Einnahme deutlich höherer Mengen von Vitamin D werden keine besorgniserregenden Werte erreicht. Die Kosten für die Vitamin-D-Supplementierung über das Kleinkindalter hinaus erstatten die gesetzlichen Krankenkassen bislang noch nicht.

Eine ausführliche Version der Stellungnahme „Vitamin D-Versorgung im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter„ (mit Informationen zur Physiologie, Pathophysiologie und zu klinischen Studien sowie Informationen für Eltern) ist im Internet unter http://www.dgkj.de/uploads/media/1107_vitamin_d.pdf zu finden.

Prof. Dr. Martin Wabitsch, Prof. Dr. Berthold Koletzko

über Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)


AKTUELL: München, 14.11.2011: KVB-Studie zu Service und Patientenzufriedenheit zeigt: Bayerns Kinder- und Jugendärzte bieten besten Service

Ausführliche Gespräche zwischen Arzt und Patient, umfangreiche Aufklärung zu Diagnose und Therapie, Einfühlungsvermögen des Arztes und freundliches, kompetentes Praxispersonal: Das sind Aspekte, die in Kinder- und Jugendarztpraxen besonders wichtig sind – so das Ergebnis einer Studie, die vom Institut für Interdisziplinäres Dienstleistungsmanagement(IDM) der Universität Bayreuth im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und des Landesverbands Bayern des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) durchgeführt wurde. Bayerns Kinder- und Jugendärzte erhielten in all diesen Kategorien von ihren Patienten und deren Eltern Bestnoten.

Vor allem das Informationsverhalten der Ärzte und das Verhalten der Praxismitarbeiter wurden durchweg als sehr gut beurteilt. „Die Studie belegt eindeutig die hohe Servicequalität in den bayerischen Praxen“, so Dr. Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der KVB. Neben der medizinischen Fachkompetenz sei auch das Zwischenmenschliche, das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Behandlung. „Die Ergebnisse der aktuellen Studie beweisen: Trotz schwierigster Arbeitsbedingungen – trotz voller Wartezimmer, überbordender Bürokratie und stetigem Kostendruck – gelingt es den Kolleginnen und Kollegen in den Praxen in vorbildlicher Weise, eine gute zwischenmenschliche Basis für die medizinische Versorgung zu schaffen“, so Krombholz.

Im Rahmen der Studie wurden knapp 5.500 Fragebögen von Patienten aus über 150 Kinder- und Jugendarztpraxen in ganz Bayern ausgewertet. Sowohl die Ärzte als auch die jungen Patienten bzw. deren Eltern wurden befragt, wie sie das Angebot an nicht-medizinischen Dienstleistungen und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient in der Praxis beurteilen. Dabei spannte die Studie thematisch den Bogen von Terminvergabe und Wartezeiten über das Kommunikationsverhalten in der Praxis sowie die Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Einrichtungen bis hin zu Praxisausstattung und Infektionsschutz.

Der BVKJ Bayern war in die Studie eng eingebunden. „Für uns war entscheidend, dass die Studie dem Praxisalltag von Kinder- und Jugendärzten gerecht wird“, erläutert Dr. Martin Lang, Vorsitzender des BVKJ Bayern, das konkrete Studiendesign. „Die extrem hohe Rücklaufquote von 90 Prozent der Ärzte- Fragebögen zeigt, dass wir im Zuge der Studie die richtigen Fragen gestellt haben“, so Lang. Auch bei den Patienten-Fragebögen lag die Rücklaufquote mit fast 60 Prozent erfreulich hoch. „Das wirkt sich natürlich sehr positiv auf die Aussagekraft einer Studie aus“, bestätigt Prof. Dr. Herbert Woratschek, Inhaber des Lehrstuhls für interdisziplinäres Dienstleistungsmanagement in Bayreuth. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wird ein spezielles Befragungsinstrument, nutzbar für das Qualitätsmanagement in Kinder- und Jugendarztpraxen, entwickelt und Anfang 2012 allen Ärzten kostenlos zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie sind online verfügbar unter www.kvb.de

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AKTUELL: Nürnberger Nachrichten, 11.11.2011: "Mehr als ein harmloser Hautauschlag"

Die Masern sind wieder auf dem Vormarsch. In Nürnberg hat das Gesundheitsamt in diesem Jahr bisher 22 Fälle registriert, 2010 gab es keinen einzigen. Experten beklagen eine zunehmende lmpfmüdigkeit.

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Info zur Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass nach Beratungen in der EMA (European Medicines Agency) die Fachinformation des in Deutschland verwendeten Kombinationsimpfstoffes Priorix-Tetra® (MMRV) geändert wurde. Grund für die Änderung sind Studienergebnis-se mit Hinweisen für ein erhöhtes Risiko für Fieberkrämpfe im Zeitraum von fünf bis zwölf Tagen nach der ersten Impfung mit einem MMRV-Kombinationsimpfstoff im Vergleich zur ge-trennten Verabreichung von MMR- und Windpockenimpfstoff (zwei Injektionen beim gleichen Arztbesuch). Möglicher Aus-löser ist die Masernviruskomponente.

Das Auftreten von Fieberkrämpfen war dabei zwar nicht sta-tistisch signifikant erhöht, die Ergebnisse dieser Studien haben jedoch zu einer Änderung der Impfempfehlung in den USA geführt. Demnach sollen dort für die erste Impfung gegen MMR und Windpocken getrennte Impfstoffe verwendet werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich für Deutschland dieser Entscheidung wie folgt angeschlossen:

Für den Impfkalender der STIKO am RKI ergeben sich derzeit keine Auswirkungen. Jedoch sollte für die erste Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen zunächst – bis zum Vorliegen belastungsfähiger Daten – die getrennte Gabe der MMR-Impfung einerseits und einer Varizellen-Impfung an-dererseits bevorzugt werden. Die zweite Impfung gegen MMRV kann dann mit einem MMRV-Kombinationsimpfstoff erfolgen.

Persönliche Anmerkung:

In meiner zehnjährigen Praxistätigkeit habe ich bislang nie-mals einen Fieberkrampf nach einer Impfung erleben müssen. Dies trifft auch auf den 3fach-Impfstoff MMR und den 4fach-Impfstoff MMRV zu. Ich habe mich in den vergangenen 2 Wochen bei vielen Kinderarztkollegen nach ihren Erfahrungen erkun-digt – sie berichteten mir ihrem Praxisalltag Vergleichba-res. Dennoch werden wir die Empfehlung der Ständigen Impfkommis-sion (STIKO) selbstverständlich umsetzen und für die erste Impfung die getrennte Gabe der MMR-Impfung einerseits und der Windpockenimpfung andererseits bevorzugen.



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Impfempfehlung für Masern und Keuchhusten für junge Erwachsene geändert

Masern werden gelegentlich noch als harmlose Kinderkrankheit verkannt; sie können jedoch schwere, bisweilen tödliche Verläufe nehmen. In den Entwicklungsländern zählt die durch das Masernvirus ausgelöste, hochansteckende Erkrankung noch zu den häufigsten Todesursachen für Kinder. Aber auch in Deutschland kommen immer noch masernbedingte Todesfälle vor. So erkranken z.B. jährlich noch ca. 3 Kinder an der sehr seltenen, stets tödlich verlaufenden Spätfolge von Masern, einer erst Jahre nach der Infektion auftretenden Gehirnentzündung (subakute sklerosierende Panenzephalitis, SSPE). An Masern erkrankte Säuglinge scheinen für eine spätere SSPE-Erkrankung ein erhöhtes Risiko zu haben. Da Säuglinge aufgrund Ihres Alters noch nicht gegen Masern geimpft werden können, sind sie im besonderen Maße auf ein geschütztes Umfeld angewiesen.

Ein wichtiges Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO ist es daher, die komplikationsreiche Erkrankung Masern über hohe Impfraten aus Europa bis zum Jahr 2015 zu verdrängen. Dank ansteigender Impfraten sind die Masernerkrankungszahlen in Deutschland deutlich zurückgegangen, jedoch führen Impflücken immer noch zu regional begrenzten Ausbrüchen. Allein in Bayern wurden im Jahr 2010 über 200 Masernerkrankungen registriert, von denen ungefähr ein Drittel im Krankenhaus meist aufgrund von Komplikationen wie z.B. Lungenentzündung, behandelt werden mussten. In den letzten Jahren ist der Anteil von erkrankten Jugendlichen und junge Erwachsenen gestiegen – ein Hinweis auf Immunitätslücken in dieser Altersgruppe. Die Ständige Impfkommision (STIKO) hat daher aktuell die Impfempfehlungen zu Masern erweitert: So wird die Impfung nicht nur für Kinder, sondern auch für alle jungen Erwachsenen ab dem Geburtsjahr1970 empfohlen, die bisher nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurden bzw. die ihren Impfstatus nicht wissen. Als Impfstoff der Wahl gilt der Kombinationsimpfstoff mit Mumps- und Röteln- sowie ggf. auch Windpockenimpfung. Nur die zweimalige Impfung bietet einen optimalen Schutz.

Keuchhusten ist eine hoch ansteckende bakteriell ausgelöste Atemwegserkrankung, die bei Kindern meist über Wochen andauernde, schwere quälende Hustenattacken verursacht. Säuglinge zeigen oft nicht den typischen Husten, sie sind durch einen Atemstillstand besonders gefährdet. Bei Jugendlichen und Erwachsenen verläuft Keuchhusten oftmals als lang dauernder Husten ohne die typischen Hustenanfälle. Komplikationen des Keuchhustens sind u.a. begleitende Lungenentzündungen durch andere Erreger, Krampfanfälle und Gehirnbeteiligungen mit bleibenden Dauerschäden. Die Infektion hinterlässt oft keine andauernde Immunität, erneute Erkrankungen sind möglich. Auch die Impfung, welche in der Regel in Kombination mit Tetanus- und Diphtherie-Impfung verabreicht wird, hinterlässt keine lebenslange Immunität und je eine Wiederauffrischimpfung im Vorschul- und Schulalter sind seit Jahren empfohlen. In den letzten Jahren kam es zu einer Verschiebung der Erkrankung in das Jugend- und Erwachsenenalter, daher ist diese Altersgruppe auch vermehrt zu einer Ansteckungsquelle für Säuglinge geworden. Die STIKO hat daher aktuell auch die Impfempfehlungen zu Keuchhusten erweitert: Die nächste fällige Auffrischimpfung gegen Tetanus im Erwachsenenalter sollte als Kombinationsimpfung Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten erfolgen. Das bedeutet, dass bei jeder Diphtherie-Tetanusauffrischimpfung geprüft werden muss, ob nicht eine Kombination mit Keuchhusten anzuwenden ist. Zusätzlich sollten alle Personen mit engem Kontakt zu Neugeborenen und Säuglingen ihren Impfschutz gegen Keuchhusten vorab überprüfen lassen und an eine regelmäßige Auffrischung denken.



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Kinder-Fahrradhelme: Vorsicht auf dem Spielplatz !

Beim Radfahren kann der Helm Leben retten - aber das Tragen eines Fahrradhelmes auf dem Spielplatz kann tödlich sein!

Richtig benutzt können Fahrradhelme viele Folgen eines Unfalles verhindern oder zumindest abmindern. Aber achten Sie darauf, dass Ihr Kind auf dem Kinderspielplatz den Helm immer abnimmt. Denn hier kann der Helm zu schweren Unfällen führen!

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Sollten Kinder gegen Grippe (Influenza) geimpft werden?

Die Schweinegrippehysterie ist gottlob abgeklungen und der Erreger hat sich als harmloser erwiesen, als es die Weltgesundheitsorganisation eingeschätzt hatte. Bei jährlich mehr als 7.000 Todesfällen an der "normalen" Influenzaerkrankung in der Bundesrepublik sollte man dennoch über die "normale" Grippeschutzimpfung nachdenken:

Die ständige Impfkommission für die Bundesrepublik Deutschland (STIKO) sieht für Kinder und Jugendliche eine jährliche Grippeimpfung vor allem dann vor, wenn bestimmte Grunderkrankungen bestehen. Hier sind insbesondere chronische Erkrankungen der Atemwege (Asthma), chronische Herz- , Leber- oder Nierenerkrankungen und Diabetes gemeint.

Inzwischen mehren sich jedoch Hinweise, wonach die Gefahr der Kinder ohne Vorerkrankungen möglicherweise unterschätzt wird. So beobachtet das amerikanische Überwachungsinstitut für Infektionskrankheiten (Center of Diseases Control) in den USA seit Jahren eine deutliche Zunahme von influenzbedingten Todesfällen bei ursprünglich gesunden Kindern und Jugendlichen. Und auch wenn die Infektion in Deutschland bei nicht vorbelasteten Kindern und Jugendlichen nur in Einzelfällen tödlich verläuft, müssen jährlich 60 bis 80 Kinder unter 16 Jahren wegen eines besonders schweren Verlaufs oder wegen Komplikationen in einer Klinik behandelt werden. Hinzu kommt, dass das Influenzavirus gerade bei Kindern länger und in höherer Keimzahl als bei Erwachsenen ausgeschieden wird. Aufgrund ihrer engen sozialen Kontakte ( in Kinderkrippe, Kindergarten oder Schule ) erkranken Kinder häufig zuerst und tragen das Virus dann in die Familien. Deshalb wird in den USA seit 2002 empfohlen, Kinder zwischen dem 6. und dem 23. Lebensmonat impfen zu lassen; Kanada hat sich 2004 dieser Haltung angeschlossen. Österreich hat sich ebenfalls zu einer generellen Influenzaimpfempfehlung ab dem 6. Lebensmonat entschlossen.

Deshalb plädieren immer mehr deutsche Kinderärzte dafür (ich gehöre dazu), auch gesunde Kleinkinder impfen zu lassen in deren Familie ein Säugling, ältere Familienmitglieder oder chronisch Kranke leben.

Dass sich die Ansteckungsgefahr dadurch deutlich verringern lässt, legen Untersuchungen aus Japan, Kanada und den USA nahe: Die Zahl der Influenzaerkrankungen nahm in diesen Ländern auch bei den ungeimpften Erwachsenen deutlich ab, wenn die Kinder gegen Grippe geimpft wurden.

Übrigens: Eltern können sich kostenfrei bei uns in der Praxis impfen lassen. Da es sich um reine Prophylaxeleistungen handelt fällt eine Praxisgebühr NICHT an.

Stand der Information 14.09.2010

Ihr Kinder- und Jugendarzt Dr. W. Landendörfer



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Heidelberger Elterntraining zur frühen Sprachförderung für Kinder mit verzögerter Sprachentwicklung

Wir sind froh nunmehr ein Gruppenprogramm für Eltern von Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung für Sie anbieten zu können. Frau Landendörfer hat sich zur Trainerin und Moderatorin in Berlin ausbilden lassen. Die Kurse finden ab September 2010 im direkt neben der Praxis gelegenen Konferenzraum des Mögeldorfer Ärztezentrums statt.

Das »Heidelberger Elterntraining zur frühen Sprachförderung« richtet sich an Eltern zwei- bis dreijähriger Kinder, die eine deutlich verzögerte sprachliche Entwicklung aufweisen (aktiver Wortschatz 50 mit 24 Monaten).

Es ist ein strukturiertes sprachbasiertes Gruppenprogramm für 5 bis 10 Teilnehmer und umfasst 7 Doppelstunden sowie einen Nachschulungstermin nach einem halben Jahr. Das Ziel des Trainings besteht in der Stärkung der Kompetenz der Eltern als wichtigste Bezugspersonen und Kommunikationspartner des jungen Kindes. Sie werden für sprachförderliche Interaktionen im Alltag sensibilisiert und gezielt im Einsatz von Sprachlehrstrategien geschult.

Folgende Themen sind u. a. Bestandteil des Trainings:

  • Ursachen der verzögerten Sprachentwicklung
  • Sprachförderliche Grundhaltung
  • Anschauen von Bilderbüchern
  • Bedeutung des gemeinsamen Spiels
  • Optimierung des Sprachangebots in Alltagssituationen
  • Sprachspiele – Fingerverse, Lieder, Reime

Die Vermittlung der Inhalte erfolgt multimedial in Form von Präsentationen, Kleingruppenarbeit, Einzelgesprächen usw.


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Dr. Landendörfer im Interview bei eltern.t-online.de

Kleine Kinder kränkeln häufig und vieles heilt von selbst wieder aus. Wann aber sollte man auf jeden Fall mit dem Kind zum Arzt?

Generell sollte ein krankes Kind umso rascher dem Kinderarzt vorgestellt werden, je jünger es ist. Wenn ein Kind fiebert, aber nach Gabe eines fiebersenkenden Mittels fit ist, herumläuft und spielt, kann man mit dem Arztbesuch zunächst warten. Neugeborene und junge Säuglinge bis zum vierten Lebensmonat fiebern sehr selten - hier muss man bei Auftreten von Fieber unverzüglich zum Arzt gehen. Unabhängig vom Alter gilt das selbe, wenn ein Kind apathisch wirkt oder der Allgemeinzustand schwer beeinträchtigt ist.


Was muss der Arzt wissen? Kann man sich als Elternteil auf das Gespräch vorbereiten?

Eine gute Anamnese trägt zur Diagnosestellung zu 80% bei. Wenn das kranke Kind ausschließlich von der Mutter betreut wird, lässt sich die Vorgeschichte gut erfragen. Wenn andere Betreuungspersonen mit eingeschaltet sind, z.B. die Erzieher in der Krippe, ist deren Schilderung der Symptome wichtig und sollte bei Übergabe des Kindes möglichst genau erfragt werden. Stets hilfreich sind kleine schriftliche Notizen, damit in der Sprechstunde nichts vergessen wird.


Wenn ein Kind z.B. fiebert oder stark krank ist, dann möchte man es am liebsten nicht von A nach B schleppen und in Wartezimmern herumziehen. Was raten Sie in einem solchen Fall?

In einer guten Arztpraxis werden schwer kranke , hochfiebernde und unter Schmerzen leidende Patienten vorgezogen und haben eine kurze Wartezeit. Viele Praxen haben separate Wartezimmer für infektfreie Säuglinge und Neugeborene einerseits, Infektbehandlungszimmer um hochansteckende Patienten zu separieren andererseits. Ich biete meinen Patienten auch Hausbesuche an. Manchmal schaffe ich es, diese in der Mittagspause durchzuführen, häufig aber kann der Hausbesuch aber erst nach Ende der Sprechstunde gegen 19.00Uhr erfolgen. Beim Hausbesuch sind natürlich die Möglichkeiten eingeschränkt, das betrifft das Sofortlabor der Infektionsparameter, Ultraschall und andere manchmal notwendige Behandlungsmethoden wie z.B. eine intravenöse Infusion zum Flüssigkeitsausgleich. Auch hochfiebernde Säuglinge und Kleinkinder lassen sich gut tragen, mit Auto oder Kinderwagen in die Praxis transportieren und können dann die ganze Leistungsbandbreite einer modernen Kinder- und Jugendmedizin erhalten. Die Möglichkeiten zu helfen und eine korrekte Diagnose zu stellen sind so einfach besser.


Kranke Kinder essen oft nichts mehr. Muss man sich da Sorgen machen?

Nein. Jede Fieberreaktion bewirkt eine Hemmung des Appetitzentrums. Das ist ein natürlicher und sinnvoller Schutzmechanismus des Körpers. Nach überstandener Erkrankung entwickeln Kinder einen Aufholappetit - der Körper holt sich das Versäumte von selbst. Worauf man allerdings wirklich achten muss ist der Flüssigkeitshaushalt. Kranke und besonderes fiebernde Kinder haben einen deutlich erhöhten Flüssigkeitsbedarf. Hier muss man die Trinkmenge gut im Auge behalten und notfalls durch Füttern kleiner Mengen Tee mit einem Suppenlöffel die Zufuhr sicherstellen.


Wie sollte ich mich verhalten, wenn mein Kind beim Arzt schreit und nicht zu beruhigen ist?

Manchmal ist es sinnvoll, der Arzt legt eine Untersuchungspause ein und geht einstweilen zum nächsten Patienten. In der Zwischenzeit versucht die Mutter die angstbesetzte Situation zu entschärfen. Ein zweiter Versuch gelingt dann meist besser. Leider funktioniert die Methode nicht immer. Bei zwingender Notwendigkeit muss manchmal eine Untersuchung dennoch durchgeführt werden. Dann bitte ich Arzthelferin und Mutter das Kind gemeinsam zu Kind fixieren, damit ich z.B. einen Rachenabstrich oder eine Blutentnahme durchführen kann. In einem Alter bis zu 3 Jahren kann ein Kind noch nicht einsichtsfähig sein. Allzu häufig kommt es nicht vor, aber natürlich kann es auch einmal passieren, dass die "Chemie" zwischen Kind und Arzt grundsätzlich nicht stimmt. Dann kann ein Wechsel des Arztes vernünftig sein. Darüber muss man mit den Eltern offen reden, die Arzt-Eltern-Patienten-Beziehung soll ja für alle Beteiligten erfüllend sein.

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Interview: Dr. med. Wolfgang Landendörfer ist Kinder- und Jugendarzt in Nürnberg und zweiter Vorsitzender des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte im Bezirk Mittelfranken. www.dr-landendoerfer.de



Neu: Elektronisches Sehscreening für Säuglinge und Kleinkinder

Seit kurzem können wir unseren Patienten eine wichtige neue Früherkennungsuntersuchung anbieten. Sie dient der Früherkennung von Sehstörungen. Insbesondere ist es wichtig, einseitige Fehlsichtigkeiten und Hornhautverkrümmungen rechtzeitig zu erkennen. Mittels eines optoelektronischen Meßsystems (Refraktionsmessung) kann dies jetzt schon bei Säuglingen untersucht werden. Werden Sehstörungen nicht in den ersten Lebensjahren erkannt und behandelt, können diese zu einer dauerhaften Sehschwäche führen. Eine Sehschwäche kann weder mit einer Brille, noch mit anderen Sehhilfen ausgeglichen werden und wird auch Amblyopie genannt.

Wie lernen Kinder sehen?

Die Augen sind das wichtigste Sinnesorgan des Menschen, denn 80% aller Informationen nehmen wir über unsere Augen auf. Neugeborene müssen das Sehen genauso erlernen wie Laufen und Sprechen. Die Fortschritte bei den ersten Gehversuchen oder dem Artikulieren der ersten Worte erleben die Eltern täglich mit. Wie und was Ihr Kind sieht, bleibt Ihnen dagegen weitgehend verborgen.

Das Sehen besteht aus zwei Vorgängen, der Bildaufnahme durch die Augen und der Bildverarbeitung im Gehirn. Das Zusammenspiel von Augen und Gehirn müssen Neugeborene üben, damit sich der Sehnerv, bzw. die zum Sehen erforderlichen neuronalen Verknüpfungen zwischen Augen, Sehrinde und Augenmotorik ausbilden können. Dabei sind die ersten Jahre für die Entwicklung eines gesunden beidäugigen Sehens die wichtigsten. Treten in dieser Zeit Sehstörungen auf, so verläuft dieser Lernprozess unwiederbringlich fehlerhaft. Augen und Gehirn werden nicht richtig trainiert und das Kind wird nie seine volle Sehkraft erreichen. Man spricht dann von einer Sehschwäche, bzw. einer Amblyopie.

Warum reicht ein normaler Sehtest nicht aus?

Je früher eine Sehstörung erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Behandlungserfolge. Die normalen Sehtests können erst durchgeführt werden, wenn Ihr Kind bereits spricht. Darüber hinaus sind diese Tests nicht dazu geeignet, Refraktionsfehler zuverlässig zu erkennen.

Was kostet die Untersuchung?

Für Patienten der AOK, die am Kinderarztvertrag PzV teilnehmen und für Privatversicherte werden die Kosten übernommen. Ansonsten kostet die Untersuchung Euro 25.-.